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Wien Information, Stadtführer Wien, Wien Sehenswürdigkeiten, Sightseeing Vienna
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"Ein Tag in Wien um 50 €"
Wien Information
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Wien Information, Stadtführer Wien

Wien Information

Wien Information: Wien ist berühmt für seine imperiale Ringstraße und den Stephansdom, für Sisi und Schönbrunn, für die Wiener Sängerknaben, die Lipizzaner, für Wolfgang Amadeus Mozart, Beethoven und Johann Strauss. Für die Bauten der Gründerzeit, aber auch für den mittelalterlichen Stadtkern und die dörflichen Grundrisse der Bebauung in den Vorstädten innerhalb und außerhalb des Gürtels.

Wien hat eine moderne Kunst- und Kulturszene abseits von Albertina und Kunsthistorisches Museum oder Belvedere. Gesellschaftliche Konflikte werden gerne auf kultureller Ebene ausgetragen. Wiener Lebensstil spiegelt sich in einer oft umkämpften Synthese von Historie und Avantgarde und in zuweilen barocker Lust an sinnlichem Genuss. Entdecken Sie mit Wien Spezial diese Feinheiten!

Bei so viel Gutem lauert das Böse oder Banale natürlich gleich um die Ecke. Die absurden und finsteren Kehrseiten Wiens, Worst of Vienna, wollen wir nicht verbergen. Um das viele Süße zu verdauen, braucht es in Wien zuweilen einen Ölpfefferoni oder eine Salzgurke. Erfahren Sie deshalb auch das dunkle, missmutige Wien, es gehört auch zu dieser Stadt! Sie werden sich fühlen wie ein echter Wiener oder eine waschechte Wienerin ;-).

Sie wollen sich nach solchen Zumutungen erholen? Gehen Sie in den nahen Wienerwald, zum Heurigen, spazieren Sie im Prater oder fahren Sie mit dem Fahrrad auf die Donauinsel und in den Dschungel der Lobau. Auch das bietet Wien: Viel Grün. Oder Blau, je nachdem, wie sich das Licht in der Donau spiegelt….

Was bietet der Stadtführer Wien?

  • Viele Antworten auf “Was gibt es in Wien zu sehen?”
  • Ca. 150 Sightseeing-Standorte (deutsch), ca. 85 in fünf Sprachen
  • Spezielle Sightseeing Touren Wien abseits der touristischen Hauptrouten
  • Einführung in das Wiener Lebensgefühl und in den Lifestyle Vienna
  • Vorschläge für interessante Restaurants und Shopping
  • Worst of Vienna, einen etwas finsteren Stadtführer!

Ein Tipp von Wien Information: Wenn Sie nach Wien kommen, buchen Sie ein Wiener Hotel an einem günstig gelegenen Standort. Wenn Sie in einem Hotel in der Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten absteigen, sparen Sie viel Zeit und Mühe. Und Sie haben auch die Muße, um den Wiener Flair zu genießen. Zudem sind die wichtigsten Hotels in Wien zentrumsnahe gelegen, was nicht heißt, dass Sie im ersten Bezirk absteigen müssen. Günstiger sind die Hotels und Pensionen außerhalb der Ringstraße, zum Beispiel im sechsten Bezirk beim Naschmarkt, oder im siebenten Bezirk “Neubau” in der Nähe des Museumsquartiers. Auch der achte Bezirk, die “Josefstadt” bietet gute kleinere Hotels und Pensionen und ist ganz Nahe beim Zentrum, gleich hinter dem Rathaus und dem Parlament.

Ganz wichtig ist die Standortwahl auch für den Abend. In der City und in den Bezirken 2, 4, 5, 6, 7 und 8 gibt es sehr viele Ausgehmöglichkeiten mit vielen Restaurants und Bars. Nichts ist angenehmer, als spätabends das Hotel gleich in allernächster Nähe zu wissen.

Wenn Sie in Wien günstig Ihre Zeit verbringen wollen, empfehle ich Ihnen die Website der Ibis-Hotels: Wien um 50 EUR pro Tag

 

Zusammenfassung nur für die Roboter:

Wien Information: Stadtführer Wien, Wien Sehenswürdigkeiten, Sightseeing Vienna. Wien Spezial mit Worst of Vienna, der Wiener Seele und den Spezialtouren Wien mit dem dunklen Wien, aber auch das traditionelle Wien mit den Lieblingsorten von Sisi, mit Wiener Jugenstil, Schönbrunn, Hofburg und vielen anderen…Hier vor allem Orte, die man mit Kaiserin Sisi verbindet, das Sisi Denkmal im Wiener Volksgarten oder die Hermesvilla, natürlich auch das Sisi Museum Wien. Oder die Prachtbauten entlang der Wiener Ringstraße. Die Wiener Staatsoper, die Postsparkassa von Otto Wagner, das Kunsthistorische Museum Wien, die Hofburg Wien, der Wiener Heldenplatz, das Naturhistorische Museum Wien, das Österreichische Parlament in Wien, das Wiener Burgtheater, das Wiener Rathaus, die Universität Wien, die Votivkirche Wien. Weiter draußen dann das Wiener Belvedere, das Schloß Schönbrunn.

Im Folgenden eine Darstellung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Wien in alphabetischer Reihenfolge und in verkürzter Form. Eine ausführliche Beschreibung von mehr Sightseeing-Standorten inklusive Fotos sehen Sie unter Sights A-Z

Albertina

Die Albertina wurde von Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen 1776 gegründet. Sein Reiterstandbild steht auf die Albertinarampe.
Die Graphische Sammlung gehört weltweit zu den führenden ihrer Art. Sie umfasst rund 44.000 Zeichnungen und 1,5 Millionen Drucke.
Neben Werken von Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael, Peter Paul Rubens und Rembrandt besitzt die Albertina einen einzigartigen Bestand von Graphiken Albrecht Dürers, darunter vor allem „Feldhase“, „Betende Hände“, „Melancholie“. Weiters Werke des 20. Jahrhunderts von Klimt und Schiele.
In einer neugegründeten Foto-Sammlung finden sich Werke von Helmut Newton, Lisette Model, etc.

Alberner Hafen

Hafen Albern. Baustoffterminal. Umschlag und Lagerung von Getreide. Zollamt. In den Jahren 1939 bis 1942 wurde von Zwangsarbeitern ein riesiger Getreidehafen errichtet, über den Getreide aus Ost- und Südosteuropa nach Deutschland transportiert werden sollte. Rumänien war ein wichtiger Partner der Nazis und Kornkammer für das 3. Reich.

Am Hof

Der Hof ist einer der traditionsreichsten Plätze Wiens. Ab 1155 lag hier der Hof der Babenberger. Hier empfing Heinrich Jasomirgott 1165 den Kaiser Friedrich Barbarossa während des dritten Kreuzzuges.
Am 6. August 1806 wurde von der Loggia der Kirche am Hof aus das Ende des Heiligen Römischen Reiches verkündet.
1848, während der bürgerlichen Revolution wurde der Kriegsminister von Latour auf einer Laterne aufgehängt. Der Platz hieß kurzfristig “Volksplatz”.
In der Mitte des Platzes steht die Mariensäule aus dem Jahr 1667.
Das Bürgerliche Zeughaus war ab 1562 Waffendepot für die Verteidigung Wiens gegen die Türken. Heute Sitz der Wiener Berufsfeuerwehr als Standort. Gleich daneben liegt das Feuerwehrmuseum.

Augustinerkirche

Die Augustinerkirche ist sehr stark mit der Familie der Habsburger verbunden. Ab 1634 wurde die Augustinerkirche zur kaiserlichen Hofpfarrkirche. Hier heirateten Sisi und Kaiser Franz Joseph I., aber auch Maria Theresia und Franz von Lothringen. In der Kirche befindet sich die Herzgruft. Hier werden die Herzen von 54 Habsburgern in Urnen aufbewahrt.

Befreiungsdenkmal

1945 wurde das Denkmal der Befreiung von der faschistischen Nazi-Herrschaft am Rand des Schwarzenbergplatzes errichtet. Während der Besatzungszeit hieß dieser Teil Stalin-Platz. Die Sowjetunion zahlte den größten Blutzoll im Kampf gegen Hitlerdeutschland. 1955 zogen die Sowjettruppen und die Allierten aus den vier Zonen in Wien und in Österreich ab.
Unmittelbar vor dem Denkmal ist ein Hochstrahlbrunnen aktiv. Er erinnert an den Bau der ersten Wiener Hochquellwasserleitung, die das Wasser über 100 km aus dem Rax-/Schneeberggebiet nach Wien transportiert.

Belvedere

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Wien: Das Belvedere ist ein barockes Schlossensemble (1723) und diente dem Bauherren Prinz Eugen von Savoyen als Sommerresidenz. Architekt war Johann Lukas von Hildebrandt.
Das Obere Belvedere beherbergt heute die Gemäldesammlung von Gustav Klimt, Egon Schiele und Malereien des 18. und 19. Jahrhunderts.
Auf dem Balkon des Belvedere wurde am 15.Mai 1955 der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet, der den Abzug der 4 Signatarmächte (SU, USA, F, GB) regelte und Österreichs Unabhängigkeit und Neutralität garantierte.

Bisamberg

Der Bisamberg ist 358 Meter hoch. Funde aus der Jungsteinzeit und einer keltischen Siedlung. Nach Süden fällt der Berg steil zur Donau ab und bildet zusammen mit dem gegenüberliegenden Leopoldsberg den Durchbruch der Donau zur Wiener Pforte. Geologisch ist der Bisamberg eine Fortsetzung der Flyschzone des Wienerwalds nördlich der Donau. Eichenbuschwald und trockenheitsliebende Kleinflora mit pannonischem Einschlag. Die lößbedeckten Hänge dienen seit Jahrhunderten dem Weinbau. Großartige Heurige mit Blick auf Wien.

Burggarten

Der Burggarten ist Teil der ehemaligen kaiserlichen Privatgärten und wurde 1818 im englischen Stil von Ludwig von Remy angelegt. Begrenzt wird der Garten durch den Trakt der Neuen Hofburg mit Nationalbibliothek, dem Schmetterlinhaus und dem Palmenhaus, 1901 errichtet. Es berhergt heute ein attraktives Café-Restaurant. Im Burggarten stehen die Denkmäler von Kaiser Franz I, Franz Josef II. und von Mozart.

Burgtheater

Das Burgtheater wurde 1888 im Stil der Renaissance (Historizismus) errichtet. Es ist die größte deutschsprachige Bühne. Die großen Autoren der deutschen Klassik (Lessing, Schiller etc.) zieren die Außenfassade.
Die „Burg“ ist in Wien nationales Heiligtum. Geschehnisse in und um die Theaterwelt genießen in Wien höchste Aufmerksamkeit.
Als Doyen des Burgtheaterensembles hat man lebenslängliches Spielrecht sowie Anrecht auf einen großen, letzten „Auftritt“ auf dem Friedhof (Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof). Märtyrer sterben anders.

Die Donau

Die Donau ist der zweitlängste Strom in Europa (2.888 km) und fließt durch weite Gebiete der ehemaligen Donaumonarchie. In Wien hat der Strom eine beachtliche Breite und quert die Stadt in einem seit 1875 regulierten Flussbett. Entlang des nördlichen Ufers zieht sich über mehr als 20 km das Erholungsgebiet der Donauinsel mit der Neuen Donau als Hochwasserschutz. Diese Baumaßnahme aus den 1980er Jahren hat die Lebensqualität Wiens erheblich verbessert.

Donaucity

Durch die Donauregulierung und die Schaffung des Entlastungsarmes Neue Donau in den 1970er Jahren wurde das Umland der Donau auch städtebaulich interessant. Eine steigende Bedeutung erfuhr das Gelände durch die Eröffnung der UNO-City 1979 und des Kongresszentrums Austria Center Vienna 1987.
Rund 7.500 Menschen leben und arbeiten derzeit in dieser neuen „Stadt in der Stadt“. Im Gesamtausbau, welcher voraussichtlich im Jahr 2012 abgeschlossen sein wird, werden es bis zu 15.000 sein. Geplant sind u.a. noch 2 Türme des französischen Architekten Dominique Perrault: 220 und 160 m.

Donauturm

Gebaut 1964 von Architekt Lintl, Gesamthöhe 252 m, Aussichtsterrassen in 155 m Höhe. Sich langsam drehendes Restaurant in 165 m Höhe. Bietet einen beeindruckenden Blick auf die Stadt und ihr nördliches Umland.

Flakturm Esterhazypark

Eine der gespenstischen Sehenswürdigkeiten in Wien: Zur Fliegerabwehr in WW2 und Luftschutzräume. 10 Stockwerke. 47m Höhe. Dicke der Betonmauern: 2,5 m. Die Decke: 3,5 m.
Heute wird der Leitturm vom Haus des Meeres genutzt. Der Turm gehörte zum Gefechtsturm Stiftskaserne.

Flohmarkt

Der Wiener Flohmarkt befindet sich seit 1977 auf dem Gelände zwischen Rechter und Linker Wienzeile außerhalb der Kettenbrückengasse. Er ist ein samstäglicher Fixpunkt für Flanierer, Touristen und Sammler. Eine Demonstration der Vergänglichkeit von Zeit und Materie, der sich die Nostalgie vergeblich entgegenstemmt.

Franz Joseph I., Denkmal

Franz Joseph I. 1830-1916, war ab 1848 Kaiser von Österreich und ab 1867 Apostolischer König von Ungarn.
Nach der blutigen Niederschlagung der Revolutionen von 1848 stützte sich der junge Habsburger auf das Militär und die römisch-katholische Kirche.
1854 heiratet er Sisi aus Bayern. Sein Leben war gezeichnet von persönlichen Niederlagen: sein Sohn Kronprinz Rudolf begeht Selbstmord (Mayerling), der nächste Thronfolger, Erzherzog Ferdinand wurde 1914 in Sarajewo erschossen, Bruder Max 1867 in Mexiko, Sisi fiel einem Attentat in Genf zum Opfer. Nur er selbst überlebte ein Attentat.
Franz Joseph hielt als Symbolfigur mit Starrsinn und soldatischem Pflichtgefühl die Monarchie zusammen, sein Reformunwillen beförderte aber nur die nationalistischen Kräfte in den Kronländern. 84-jährig unterschrieb er 1914 das Ultimatum an Serbien. Den Untergang der Monarchie nach einem mörderischen Weltkrieg mit 17 Mio. Toten erlebte er nicht mehr. Sein Sohn Karl bestieg 1916 den Thron als letzter österreichischer Kaiser.

Friedhof der Namenlosen

Eine der seltsamsten und romantischsten Sehenswürdigkeiten in Wien. Ein Wasserwirbel der Donau trieb im Osten von Wien immer wieder Wasserleichen an Land. So entstand 1854 der erste Friedhof mit 478 Opfern der Donau. Er ist heute überwuchert.
1900 wurde ein zweiter Friedhof angelegt. 104 Wasserleichen sind hier beerdigt, von 61 weiß man keinen Namen. Ermordete, Unfallopfer, Selbstmörder. Namenlos aus den Fluten gezogen.
Nach dem Bau der großen Getreidesilos im nahegelegenen Hafen Albern (1939 durch NS-Zwangsarbeiter) änderte sich die Strömung und es wurde keine Leiche mehr angespült.
Der Friedhof bietet eine Atmosphäre wie am Ende der Welt. Raum und Zeit fließen ineinander. Im nahegelegenen Gasthaus gleichen Namens residiert der örtliche Fischerverein. Wiener Schnitzel werden dennoch serviert.

Friedhof St. Marx

Biedermeier-Friedhof, nicht mehr aktiv (soweit man das über einen Friedhof sagen kann…).
Mozart wurde hier begraben, sein Grab wurde später auf den Zentralfriedhof transferiert. Zur Blütezeit des Flieders ist ein Gang durch die verwilderten Gräberreihen besonders stimmungsvoll.

Der Graben

Flaniermeile und Einkaufsstraße mit hohem Imagefaktor. Fußgängerzone seit 1974. Wiener freuen sich, hier gesehen zu werden.
Der Graben verläuft an der Stelle des ehemaligen Grabens vor der südwestlichen Umwallung des römischen Kastells Vindobona und entlang der mittelalterlichen Burgmauer. Am Ende des 12. Jahrhunderts kam es zur babenbergischen Stadterweiterung, die durch das Lösegeld für Richard Löwenherz finanziert wurde. Dabei wurde der Graben zugeschüttet und zur Straße am Rande der erweiterten Stadt.
In der Zeit des Barock war der Graben mit seinen reich dekorierten Hausfassaden Schauplatz von Huldigungsfeiern und Festzügen.1692 wurde die Pestsäule errichtet, 1708 die Peterskirche.

Heldenplatz

Der Heldenplatz liegt zwischen Hofburg und Ringstraße und bietet einen großartigen Blick auf die beiden großen Museen, das Burgtor und andere Ringstraßenbauten. Im Norden geht der Platz in den Volksgarten über.
Der Name stammt von den zwei Reiterdenkmälern, beide von Anton Dominik Fernkorn. Das nördliche zeigt Erzherzog Karl. Er besiegte Napoleon bei Aspern. Die gesamte Statue ruht auf den beiden Hinterbeinen des Pferdes. Zur Neuen Hofburg hin das Reiterdenkmal Prinz Eugens (Sieg bei Belgrad gegen die Türken). Das Burgtor erinnert an die Völkerschlacht bei Leipzig.
Adolf Hitler verkündete im März 1938 auf dem Balkon der Neuen Hofburg den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Hitler hatte Pläne, den Platz architektonisch für Aufmärsche umzugestalten.
„Heldenplatz“ ist auch der Titel eines Theaterstücks von Thomas Bernhard. In dem Stück kritisiert der Autor Österreichs laschen Umgang mit der verdrängten NS-Vergangenheit.

Hermannskogel

Habsburgwarte 558,7 m über der Adria. 1888 vom Naturbund erbaut, dient der Pfeiler auf der Plattform seit 1892 als Triangulierungshauptpunkt des österreichischen Festpunktfeldes.

Hofburg

Die Hofburg war der Amts- und Wohnsitz des kaiserlichen Herrscherhauses, z.T. Winterresidenz (Sommer: Schönbrunn). Seit der Babenbergerzeit wurde die Residenz ständig verändert und erweitert. Davon zeugen verschiedene Trakte: Schweizertrakt (Schatzkammer), Stallburg (heute mit Ställen der Spanischen Reitschule und Lipizzaner-Museum) und Amalienburg wurden in den folgenden Jahrhunderten mit weiteren Gebäuden verbunden.
Der leopoldinischer Trakt mit Gemächern Kaiser Franz I. und Maria Theresias ist heute Amtssitz des Bundespräsidenten. Kaiserappartements mit Wohn- und Audienzräumen Kaiser Franz Josephs I. und Kaiserin Elisabeths (Sisi-Museum), sowie die Hoftafel- und Silberkammer. Der Michaelertrakt mit seiner Kuppel bildet das Hauptportal zur Stadt.
Zur Hofburg gehören weiters die Hofkapelle, die Nationalbibliothek, die Redoutensäle. Der Innere Burghof diente als Turnier- und Theaterplatz, mit Denkmal für Kaiser Franz I. von Österreich.
In der Neuen Hofburg am Heldenplatz befinden sich heute das Kongresszentrum Hofburg, der Lesesaal der Nationalbibliothek, das Ephesos-Museum und das Völkerkundemuseum.

Hofpavillon

Haltesstelle (1899) für den Kaiser und seinen Hofstaat für den Fall einer Reise mit der Stadtbahn. Diese eröffnete der Kaiser im Jahr 1898. Sie fuhr auf den Geleisen und in den Tunnels der jetzigen U6 (Gürtel) und U4 von Hütteldorf bis Heiligenstadt. Der Kaiser benutzte die Station nur zweimal. Otto Wagner entwarf sämtliche Stationen der Stadtbahn und der Vorortelinie (heute S45). Seine Trassenführung quer über das Geländerelief des Gürtels fand große Beachtung.

Hoher Markt

Der Hohe Markt liegt über den Ruinen des ehemaligen Römerlagers Vindobona. Im Mittelalter war er Zentrum Wiens, umgeben von zahlreichen Zunfthäusern, später eine Hinrichtungsstätte.
In der Mitte des Platzes steht der Vermählungsbrunnen aus weißem Marmor (Joseph und Maria), 1792 von Emanuel Fischer von Erlach erbaut.
Eine Attraktion besonderer Art ist die „Ankeruhr“ von Franz Matsch. Immer zur vollen Stunde bewegt sich eine Persönlichkeit aus der Wiener Geschichte über eine Brücke, dazu erklingt Musik.

Die Kapuzinergruft

ist die Begräbnisstätte der Habsburger in Wien. Sie wird auch Kaisergruft genannt. Die Gruft liegt unter der Kapuzinerkirche am Neuen Markt.
1618 verfügte Kaiserin Anna in ihrem Testament die Gründung der Gruft. Ihre Gebeine wurden 1633 in die Gruft überführt.
Inzwischen beherbergt die Kaisergruft 12 Kaiser, 19 Kaiserinnen und viele weitere Mitglieder der Familie Habsburg bzw. Habsburg-Lothringen, insgesamt 140 Personen. Auch 4 Herzurnen befinden sich hier. Es gehört zur Begräbniszeremonie der Habsburger, Körper, Eingeweide und Herz getrennt zu bestatten. Das Herz wird in der Herzgruft in der Augustinerkirche und die Eingeweide werden in den Katakomben des Stephansdoms bestattet. Das letzte Begräbnis fand hier am 16.7.2011 für Otto habsburg, den Sohn des letzten Kaisers und seine Frau statt.

Karlskirche

Der Sakralbau in Hochbarock, wurde von Johann Bernhard Fischer von Erlach, 1716-22 begonnen und 1739 von seinem Sohn Emanuel vollendet. Die Kuppel hat einen ovalen Grundriss. Zwei Triumphsäulen mit Reliefs erinnern an die Trajanssäule in Rom. Die Kirche steht am Karlsplatz und wurde nach der Pestepidemie 1713 erbaut. Kaiser Karl VI. tat dies in Erfüllung eines Gelübdes und widmete sie dem Pestheiligen Karl Borromäus.
Karl Borromäus (1538-1584) war ein oberitalienischer Kardinal und Inquisitor und führte die Gegenreformation in der Schweiz mit extremer Härte und Hexenverbrennungen. In den Jahren der Pest in Mailand 1576-1578 leitete er statt der geflüchteten Stadtverwaltung Versorgungsmaßnahmen ein. 1610 wurde er von Papst Paul V. heiliggesprochen.

Kugelmugel

Die Republik Kugelmugel ist ein „Staat“ mit einem einzigen Einwohner und einem einzigen Haus. Der „Präsident“ des Staates erbaute es Anfang der 1970er-Jahre und meinte, da sein Haus nur auf einem Punkt ruhe, und ein Punkt keine räumliche Ausdehnung habe, befände es sich in einem staatsfreien Raum und könne seine eigene Republik ausrufen. Dieser mathematischen Logik wollten sich die Behörden jedoch nicht unterwerfen. Nach jahrelangen Konflikten wurde seine „Republik“ auf Einladung des damaligen Wiener Bürgermeisters Helmut Zilk in den Wiener Wurstelprater verfrachtet und steht dort heute noch im Schatten des Riesenrades.

Die großen Museen

Das Kunsthistorische Museum wurde gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum im Zuge der Ringstraßenanlage nach Entwürfen von Gottfried Semper (Burgtheater, Oper in Dresden) und C. von Hasenauer 1872-91 gebaut. Im Museum befinden sich die weltgrößte Bruegel-Sammlung, Werke von Raffael, Velazquez, Rubens, Rembrandt, Dürer, Tizian und Tintoretto. Weiters beherbergt das Museum die Antiken- und Ägyptisch-orientalische Sammlung.
Das Naturhistorische Museum beherbergt die alten habsburgischen Sammlungen und hat 6 Abteilungen (Mineralogische, Geologisch-Paläontologische, Prähistorische, Anthropologische und im Obergeschoss die Zoologische und die Botanische Sammlung mit 3 Millionen Herbarbögen). Mit 900 Exponaten besitzt es die größte ständige Meteoritenschau der Welt.

Kirche am Steinhof

Die Kirche am Steinhof von Otto Wagner ist eines der bedeutendsten sakralen Bauwerke des Jugendstils. Sie wurde von 1904 – 1907 erbaut und befindet sich auf dem Gelände des „Sozialmedizinischen Zentrums Baumgartner Höhe“.
Sie musste die besonderen Bedürfnisse der psychisch Kranken erfüllen. Ein Arztzimmer, Toiletten und Notausgänge wurden eingeplant.
Die von Koloman Moser entworfenen Glasmosaikfenster versorgen das Kircheninnere bestmöglich mit Tageslicht. Die vier Engelsfiguren über dem Hauptportal stammen von Othmar Schimkowitz, die Glasfenster von Koloman Moser.

Leopoldsberg

Wienerwaldhügel unweit des Kahlenbergs nördlich von Wien an der Donau, 425 m, hieß bis 1693 Kahlenberg. Steiler Abfall zur Donau (“Nase”). Auf der NE-Seite mit Lawinenschutz.
Am 12.9.1683 startete hier das Entsatzheer unter Führung des Polenkönigs Jan Sobieski zur erfolgreichen Befreiung des von den Türken belagerten Wiens. Grandiose Aussicht auf Wien, die Donau und die pannonische Ebene.

Maria Theresia

Kaiserin Maria Theresia, 1717 –1780, war eine Monarchin des Aufgeklärten Absolutismus. 1740, mit dem Tod ihres Vaters Karl VI. übernahm Maria Theresia tatkräftig die Regierung der habsburgischen Länder. Sie reformierte Verwaltung und Heereswesen, führte die allgemeine Schulpflicht ein, schaffte die Folter ab, verbesserte die Lage der Bauern. Maria Theresia war Mutter von 16 Kindern. Sie legte den Grundstein für eine moderne Infrastruktur und Verwaltung.
Maria Theresia hat einen Prunksarkophag in der Kapuzinergruft. Sohn Joseph II. wurde ihr Nachfolger.

Mozart

Statue Wolfgang Amadeus Mozart, 1756-1791, von Viktor Tilgner 1896. Mozart war ein Komponist der Wiener Klassik. Geboren in Salzburg, wurde er nach ausgedehnten Europareisen Konzertmeister und Hoforganist in Salzburg.
Nach Konflikten mit dem Erzbischof fand Mozart 1781 in Wien seine zweite Heimat. Als freier Komponist und Musiklehrer schuf er hier seine größten Werke, z.B. „Die Entführung aus dem Serail“, „Cosi fan tutte“, „Le nozze di Figaro“ und 1791 „Die Zauberflöte“.
Mozart starb wenige Monate später im Alter von 35 Jahren. Er wurde am Friedhof St. Marx begraben.

Museumsquartier

Kulturareal in den Gebäuden der ehemaligen Hofstallungen. Neubau zweier Museen im Innenhof. Zahlreiche kulturelle Institutionen sind hier beherbergt: Leopoldmuseum, Museum Moderner Kunst, Architekturzentrum, Kunsthalle, Tanzquartier, Quartier 21, Electronic Avenue, Modeszene, Kindermuseum, Buchhandlung, Museumsshops und zahlreiche Gastronomiebetriebe. Im Sommer ist der weitläufige Hof des MQ ein beliebter Aufenthaltsort und Treffpunkt für die junge urbane Szene. Auf den bunten Stadtmöbeln, „Enzi’s“ genannt, lässt es sich vortrefflich „abhängen“ und die bunte Szene beobachten.

Musikverein

Das Haus des Wiener Musikvereins (1870) ist ein traditionsreiches Konzerthaus mit täglichen Konzerten. In diesem Haus befindet sich der berühmte Große (Goldene) Musikvereinssaal, der als einer der schönsten und am besten klingenden Säle der Welt gilt. Bekannt ist der Saal durch die jährliche TV-Übertragung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker.
Die besondere Alkustik kommt durch einen Hohlraum unter dem Boden zustande. Architekt war Theophil Hansen (Parlament).

Naschmarkt

Der Naschmarkt befindet sich auf der Überdachung (1900) des Wienflusses. Der Naschmarkt existiert seit 1774.
Früher ein reiner Lebensmittel- und Gemüsemarkt, entwickelt er sich seit den 1990er Jahren immer stärker zu einem Szenetreff mit zahlreichen Lokalen mit internationaler Küche, DJ-Musik, Cafés etc.
Das besondere Flair des Naschmarkts besteht in seiner multikulturellen Lebendigkeit, dem z.T. exotischen Nahrungsmittelangebot und dem von türkischen Bauformen beeinflussten Marktständen mit chrakteristisch geschwungenen Dächern.

Nationalbibliothek

Die Österreichische Nationalbibliothek ist die zentrale wissenschaftliche Bibliothek in Österreich.
Unter den Habsburgern war sie als „Wiener Hofbibliothek“ weltweit eine der umfangreichsten Universalbibliotheken. Der Prunksaal der ehemaligen „Hofbibliothek“ auf dem Josefsplatz beherbergt die historischen Sammlungen. Der Saal wurde 1726 von den Hofarchitekten Fischer v. Erlach (Vater und Sohn) unter Kaiser Karl VI. errichtet und ist für seine Deckenfresken (Daniel Gran) berühmt. Vor dem Eingang zum Prunksaal steht das Reiterdenkmal Kaiser Josephs II.
Der große Lesesaal ist in der Neuen Hofburg am Heldenplatz. Die Musik- und die Globensammlung sowie das Esperantomuseum befinden sich im Palais Mollard-Clary in der Herrengasse 9.

Parlament

Das im hellenistischen Stil errichtete Parlament ist Sitz des National- und des Bundesrates.
1873-1884 von Theophil von Hansen wurde es als Sitz des damaligen Reichsrats erbaut.
1918 wurde auf der Rampe die Erste Republik Österreich ausgerufen. Der Pallas-Athene-Brunnen vor dem Parlament wurde zwischen 1893 und 1902 von Carl Kundmann hinzugefügt. Allegorisch stellen die vier liegenden Figuren die wichtigsten Flüsse der Monarchie dar: Donau, Inn, Elbe, Moldau. Sie werden überragt von der griechischen Göttin der Weisheit, Pallas Athene.

Postsparkasse

Das Gebäude der Österreichischen Postsparkasse in Wien wurde von Otto Wagner 1904-06 erbaut. Es war ein architektonisches Highlight der Secession: Stahlbetondecken, veränderbare, nichttragende Wände. Helles Arbeitsklima. Die Fassade mit Platten auf Aluminiumnägeln war Innovation. Erstmals wurden auf diese Art und Weise Fassaden verkleidet. Die sichtbaren Aluminiumbolzen erfüllten außerdem den ästhetischen Zweck des Hinweises auf den Tresorcharakter.

Prater, Wurstelprater

Wurstelprater, früher auch Volksprater genannt. Geisterbahn, Karussell, Hochschaubahn (Achterbahn), Spiegelkabinett, Liliputbahn und viele andere familienfreundliche Geräte dienen der Ertüchtigung fürs spätere Leben. Das 1896/97 erbaute Riesenrad ist das einzige Überbleibsel des vermutlich ersten Themenparks der Welt – „Venedig in Wien“ (1895).
Kleinere Wahrzeichen des Praters sind der Calafati und der Watschenmann. Letzterer ist ein Wiener Symbol für Empfänger von Aggressionsabfuhr. Auch gastronomisch bietet der Wurstelprater eine große Vielfalt, beliebt sind zum Beispiel die Lángos und die Schweinsstelze (Eisbein) mit Budweiser Bier im Schweizerhaus.

Wiener Rathaus

Das Wiener Rathaus wurde von 1872 bis 1883 nach Entwürfen des Architekten Friedrich von Schmidt errichtet. Es beherbergt die Amtsräume des Wiener Bürgermeisters sowie des Gemeinderates.
Das Äußere, vor allem der 105 Meter hohe Turm, ist von der Tradition flämischer Rathäuser der Gotik inspiriert, um an die Tradition städtischer Freiheit anzuknüpfen. Der Grundriss mit sieben Höfen folgt jedoch eher der Konzeption barocker Paläste. Auf der Spitze des Turms steht der Rathausmann, eine 3,5 Meter hohe eiserne Figur in Rüstung.

Wiener Ringstraße

Die Ringstraße (Ring) umschließt den inneren Bezirk Wiens an der Stelle der 1857 geschleiften Stadtmauern.
Zwischen 1865 und 1888 wurden die Monumentalbauten in historisierenden Formen (Ringstraßenstil) entlang der Straße errichtet: Staatsoper, Museen, Neue Burg, Burgtheater, Rathaus, Parlament, Neue Universität, Börse, Museum und Akademie der Bildenden Künste. Dazwischen Freiflächen und Parks.
Die Finanzierung dieser Bauten erfolgte größtenteils aus dem Erlös des Verkaufs von Fortifikations- und Glacisgründen.

Schloss Schönbrunn

Kaiserin Maria Theresia baute das vormalige Schloss um und machte es zum kaiserlichen Sommersitz. Architekt: Nikolaus von Pacassi. Die Fassade ist seit Joseph II. in Schönbrunnergelb gehalten.
1747 wurde das Schlosstheater eröffnet wurde, wo auch Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart auftraten.
1805 und 1809 hielt sich Napoleon im Schönbrunner Schloss auf. 1830 wurde hier der nachmalige Kaiser Franz Joseph geboren, Er starb 1916 im selben Gebäude. 1918 unterzeichnete hier Kaiser Karl I. den Thronverzicht.
Schlosspark: Großes Parterre mit Blick auf Gloriette. Neptunbrunnen, Römische Ruine, Labyrinth,Taubenhaus, Palmenhaus, Tiergarten.
1996 wurde das Schloss Schönbrunn von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Secession

Das Secessionsgebäude wurde 1898 von J.M. Olbrich erbaut. Die Secession war die “Vereinigung bildender Künstler Österreichischer Secession”, 1897 unter der Führung von Gustav Klimt gegründet.
Die Secession trat gegen die historisierende Orientierung der Kunstakademie, gegen künstlerischen Qualitätsverlust aufgrund mangelnder Innovation und für die Freiheit des individuellen künstlerischen Schaffens ein (Jugendstil).
Das Ziel, die Kunst zu einem integrativen Bestandteil der Wohn- und Lebenskultur zu machen, führte zu einer intensiven Beschäftigung mit allen Bereichen des Kunstgewerbes (Wiener Werkstätte).

Sisi Denkmal

Das Denkmal von Friedrich Ohmann stellt Sisi als Privatmenschen dar. Elisabeth, 1837-1898, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, Tochter von Herzog Max in Bayern. Die Wittelsbacherin Sisi ehelichte 1854 Kaiser Franz Joseph I. und wurde in Genf ermordet.
Am Wiener Hof nie ganz glücklich, hatte sie große Sympathien für das ungarische Volk und setzte sich 1866/67 verstärkt für den Ausgleich mit Ungarn ein.

Staatsoper

Die Wiener Staatsoper (früher k.u.k. Hofoper), ist ein international bekanntes Opernhaus. Aus den Mitgliedern des Staatsopernorchesters rekrutieren sich die Wiener Philharmoniker. Die Staatsoper ist Schauplatz des alljährlich stattfindenden Opernballs. Sie wurde nach Plänen der Architekten Sicard von Sicardsburg und van der Nüll im Stil der Neorenaissance 1869 fertiggestellt und mit Don Juan von Mozart eröffnet.
Bombardierung und Brand im WW2. Die Fassade sowie die Eingangshalle und ein Foyer (mit Fresken von Moritz von Schwind) blieben im ursprünglichen Stil erhalten. Spendensammlung für Wiederaufbau, Architekt Boltenstern (Ringturm). Die Sowjets spendeten Baumaterial.
Am 5. November 1955 konnte die Staatsoper mit Fidelio von Ludwig van Beethoven unter der Leitung von Karl Böhm neu eröffnet werden.

Stephansdom

Dom zu Sankt Stephan, im Jahre 1137 begründet, im 13. Jh. umgestaltet. Gotische Neugestaltung im 14. und 15. Jh. Nordturm unvollendet. 1945 durch Funkenflug von einem in der Nachbarschaft von Plünderern gelegten Feuer entzündet und zerstört. Wiederaufbau und neue Glocke 1952: die “Pummerin”. Südturm: 136 m, Nordturm 68 m.

Universität

Die 1365 gegründete Universität Wien „Alma Mater Rudolphina Vindobonensis“ ist die älteste und größte Universität im heutigen deutschen Sprachraum. Mehr als 130 Studiengänge.
In der Aula die Marmortafel mit den Namen der Rektoren seit 1365. Der Hof der Universität – eine Mischung aus kontemplativem, klösterlichem Umfeld und Datingpoint.

Volksgarten

Der Volksgarten wurde 1821 innerhalb der Festungsanlagen als Privatgarten angelegt, aber öffentlich zugänglich gemacht. Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine des Älteren. Mehrere Umgestaltungen, zuletzt 1903 bis 1907 von Friedrich Ohmann (Sisi Denkmal). Sehenswert sind das Sisi-Denkmal, der Theseustempel, das Grillparzerdenkmal und vor allem der großartige Rosengarten während der Blütezeit.

Votivkirche

Die Votivkirche ist eines der bedeutendsten neugotischen Sakralbauwerke der Welt. Die Entstehung des Ringstraßendoms geht auf das missglückte Attentat auf den jungen Kaiser Franz Joseph I. am 18. Februar 1853 zurück.
Die Kirche sollte als Dank der Völker der Monarchie für die Errettung Franz Josephs errichtet werden. 300.000 Bürger folgten dem Spendenaufruf von Erzherzog Ferdinand Maximilian, dem späteren Kaiser von Mexiko und Bruder des Kaisers.
75 internationale Projekte wurden eingereicht, der damals erst 26-jährige Architekt Heinrich Ferstel erhielt den Zuschlag. 20 Jahre Bauzeit, 1879 eingeweiht.

Wienzeile, Jugendstil

Die Wienzeile ist von Otto Wagners Jugendstilbauten (1898/99) im Bereich des oberen Naschmarkts geprägt.
Sie gelten in Wagners Werk als entscheidender Bruch mit dem Historismus. Statt der historistischen Ornamente ist alles betont flächig gehalten.
Majolikahaus in der Linken Wienzeile 40: Die Fassade ist mit glasierten Platten aus Majolika der Firma Wienerberger vertäfelt. Das Blumenornament stammt von Alois Ludwig.
Linke Wienzeile 38 ist bekannt für seine spektakuläre Ecklösung in Form eines Viertelkreises. Das Haus ist mit goldenen Ornamenten von Koloman Moser belegt. Köstlergasse 3 ist das schlichteste dieses Häuserensembles und wurde von Wagner zeitweise selbst bewohnt.

Wittgensteinhaus

Die für Margarethe Stonborough, eine Schwester Ludwig Wittgensteins, entworfene Villa gilt ihrer formalen Radikalität wegen als Unikat in der Wiener Architektur. Ende 1925 wurde Paul Engelmann, Schüler von Adolf Loos mit dem Entwurf beauftragt. Er verwendete vorwiegend künstliche, moderne Materialien und in Wien damals ungewöhnliche Techniken: Fußbodenheizung, spezielle Fenster- und Türkonstruktionen aus Feineisen, Kunststeinböden.
Der 1971 geplante Abbruch des Hauses wurde in letzter Minute verhindert. Ende 1975 erwarb die Botschaft der Volksrepublik Bulgarien das devastierte Haus und gab ihm eine neue Nutzung als Kulturinstitut.

Zentralfriedhof

Der Wiener Zentralfriedhof wurde 1874 eröffnet und ist die zweitgrößte Friedhofsanlage Europas. Zentrum ist die vom Otto Wagner Schüler Max Hegele entworfene Friedhofskirche „Zum Hl. Karl Borromäus“. 1910 errichtet, zählt sie heute zu den bedeutendsten Jugendstil-Kirchenbauten.
Auf dem Zentralfriedhof finden sich zahlreiche Ehrengräber: Mozart, Schubert, Johann Strauß, Josef Lanner, Hugo Wolf, Joe Zawinul, Falco, Bruno Kreisky, Friedrich Hacker, Josef Hoffmann, etc.
Der Zentralfriedhof besteht aus dem interkonfessionellen „Hauptfriedhof“, andererseits aus den verschiedenen konfessionellen Friedhöfen für Katholiken, Evangelische, Muslime, Juden, Orthodoxe und Buddhisten.