Kohlmarkt
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BLACK MARKET     >>

Der Wiener Kohlmarkt hat seinen Namen von der Kohle, die hier früher gehandelt wurde. Damit war in der Nähe des Hofs irgendwann Schluss, doch seit einigen Jahren verfinstert sich dieses einst so brillante Eck in der Wiener Innenstadt. Große internationale Brands zogen ihre Flagshipstores auf. An und für sich kein ästhetisches Problem, wäre da nicht der vorherrschende Trend: Schwarz.

Kohlmarkt kommt von Kohle

Seither verfinstert sich die Straßenszene zusehends. Schwarz liegt offenbar im Trend, vor allem bei den Neureichen, deren Machtstreben die Farbe der Kohle zu schmeicheln scheint. Kohlmarkt reloaded!

So findet die tödliche Langeweile in den Gesichtern der Systemgewinner ihre Entsprechung in den kohlefarbenen Logos. Statusunterversorgte finden hier ihre Absolution. Erlösung gäbe es auch gratis, doch das ist wieder eine andere Religion…

Trotz alledem ist er eine beliebte Einkaufsstraße, in der sich die Menschen gerne aufhalten. Nicht zuletzt im berühmten Café Demel mit seinen exquisiten Konditorkreationen. Diesen Straßenzug sollte man bei einem Wienaufenthalt nicht missen. Vorne die Hofburg, hinten der Graben, der zum Stephansplatz führt – hier kann man offenbar nichts falsch machen. Hauptsache, das Geld ist weiss. Und daran wird doch wohl niemand zweifeln!

Der Kohlmarkt ist aber auch ein Straßenzug, der die Fußgeherlinie vom Museumsquartier über den Museumsplatz und Heldenplatz, durch die Michaelerkuppel zum Michaelerplatz und weiter zur Tuchlauben bis zum Donaukanal bildet. Beim heutigen Donaukanal war früher das Ufer eines Seitenarmes der Donau, wovon heute noch die Straßen und Ortsnamen zeugen, wie zum Beispiel Fischhof oder Fischerstiege oder Maria am Gestade.

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