Jugendstil Wien
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Die Routenvorschläge für die Tour Jugendstil Wien sollen Ihnen die Besichtigung der wichtigsten Zeugnisse des Jugendstils in der Architektur Wiens in relativ kurzer Zeit ermöglichen.

Wiener Jugendstil Route 1:

Wiener Jugendstil 1: Looshaus, Jugendstil-WC am Graben, Postsparkasse, Stadtbahnpavillons Karlsplatz, Secession, Jugendstilhäuser Wienzeile, Station U4 Kettenbrückengasse, Rüdigerhof, Hofpavillon Hietzing, Loos American Bar. Die Wege können zu Fuß und per U-Bahn zurückgelegt werden.

Wir beginnen die Tour Wiener Jugendstil auf dem Michaelerplatz Ecke Kohlmarkt/Herrengasse. Hier befindet sich das sogenannte Looshaus, ein zentrales Bauwerk der Wiener Moderne.
1909 erhielt der in Brünn geborene Architekt Adolf Loos den Bauauftrag. Er hatte die gesamte Öffentlichkeit gegen sich, da er auf künstliche Dekorationen gänzlich verzichtete. Trotz des ästhetischen Funktionalismus ist das Haus kein reiner Zweckbau. Loos’ Philosophie war es, allein durch die Qualität des Materials eine dekorative Wirkung zu erzielen. Das Material sollte sprechen, nicht die Form.

Größten Anstoß erregte sein Verzicht auf die Überdachungen und Rahmungen der Fensteröffnungen. Mühsam wurde mit der Baubehörde ein Kompromiss erreicht: Blumenkästen sollten die „Nacktheit“ der Fassade verbergen. Als „Haus ohne Augenbrauen“, als „Kanalgitterhaus“ oder als „marmorierte Kokskiste“ wurde das Gebäude verunglimpft. Auch der Kaiser soll sich angewidert von dem „scheußlichen“ Anblick abgewandt haben. 1947 wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt.

Über den Kohlmarkt gehen wir zum Graben. Dort finden wir eine denkmalgeschützte Jugendstil WC-Anlage , welcher wir gerne einen Besuch abstatten.
Mit dem Gefühl der Erleichterung nehmen wir zur Kenntnis, dass Adolf Loos 1904 auch hier die Qualität der Materialien sprechen ließ und vor allem die hohe Funktionalität der Einrichtung im Auge hatte. Bemerkenswert ist das Ölpissoir, ein patentiertes Verfahren „Patent Oel Urinoir, 1883“, das den Urin geruchsfrei abgleiten lässt oder ließ.

Mit der U3 am Stepansplatz geht es eine Station zum Stubentor. Über den Stubenring gelangen wir zur Postsparkasse am Georg-Coch-Platz.

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Jugendstil Wien, Wiener jugendstil. Die Österreichische Postsparkasse wurde 1903 von Otto Wagner geplant. Es ist ein Schlüsselbau der europäischen Architektur. Die Kassenhalle der Bank ist zu den üblichen Banköffnungszeiten, also eher am Vormittag, zu besichtigen.

Das Gebäude der Österreichischen Postsparkasse ist eines der eindrucksvollsten Werke Otto Wagners. Oberstes Ziel Otto Wagners war die hohe Funktionalität des Gebäudes. Es sollte allen Anforderungen eines modernen Dienstleistungsbetriebs Genüge leisten. Hohe Flexibilität durch nichttragende Zwischenwände, Hygiene, Wartungsfreundlichkeit, arbeitsfreundliche Umgebung waren das Ziel.
Er gestaltete auch die komplette Inneneinrichtung: Böden, Möbel, Türen, Stehpulte, Safes, Beleuchtung, Lüftungskörper, alles wurde von ihm eigens entworfen. Dies ist im Kassensaal zu besichtigen.
Die Hierarchien in der Bank fand mittels unterschiedlichen Materialeinsatzes ihren Ausdruck.
Berühmtes Möbelstück ist z.B. sein Postsparkassenhocker aus fünf einzelnen Bugholzrahmen mit einer Sitzfläche aus perforiertem Sperrholz. Der Hocker war äußerst kostengünstig zu produzieren. Die Schraublöcher wurden mit Aluminiumplättchen abgedeckt und betonen den Produktionsprozess.
Die Fassade wurde mit angenagelten Steinplatten versehen. 17.000 mit Aluminium überzogenen Nägeln waren dafür erforderlich. Äußerlich ergibt sich dadurch ein Tresorcharakter. Ein schönes Beispiel für das Zusammenspiel aus Funktionalität und Form.
Die Engelsfiguren stammen, so wie in der Wienzeile und der Kirche am Steinhof, von Schimkowitz. Die Jugendstil Wien Tour hat hier wohl einen ihrer Höhepunkte.

Gegenüber der Postsparkasse erhebt sich das Regierungsgebäude, einst als Kriegsministerium errichtet. Es ist die Gegenarchitektur zur Moderne. Auch Otto Wagner reichte für den Wettbewerb 1908 einen Entwurf ein, es wurde jedoch der Entwurf Ludwig Baumanns verwirklicht. Fünf Jahre nach dem zukunftsweisenden Konzept der Postsparkasse war die Moderne an den rückwärtsgewandten Ideen des Hofs erneut gescheitert. Der protzige, martialische Doppeladler konnte das Auseinanderdriften der Monarchie nicht hintanhalten.

Nun gehen wir weiter zum Karlsplatz. Auch dort stehen berühmte Zeugnisse des Jugendstil Wien.

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Dort besuchen wir die beiden Stadtbahnpavillons von Otto Wagner, Zeugnisse des Wiener Jugendstil. Der Architekt und Baukünstler Wagner gilt, wie schon bei der Postsparkasse zu sehen, als einer der großen Wegbereiter der Wiener Moderne. Seine Bauten erfüllten die Bedürfnisse des zeitgenössischen Lebens und vereinten technische Zwecke mit ästhetischem Anspruch. Die historisierenden Stile der Gründerzeit verwies er damit in die Vergangenheit. Sein neuer Stil fand in den konservativen Kreisen der zu Ende gehenden Monarchie keine Anerkennung, dennoch konnte er mit mehreren Bauten und Planungen das Stadtbild Wiens entscheidend prägen.
Dies betrifft vor allem die Wiener Stadtbahn als bauliches Gesamtkunstwerk. Noch die heutigen U-Bahnlinien U6 und U4 profitieren von dieser Anlage mit den Gleiskörpern und Stationsgebäuden. Besonders gut ist dies an der Gleisanlage und an den Stationsgebäuden entlang des westlichen Gürtels zu sehen.

Das Gold des Jugendstil Wien

Die Gestaltung der beiden Stadtbahnpavillons am Karlsplatz gilt als revolutionär. Der westliche Pavillon dient heute als Dokumentationszentrum für Wagners Wirken. Der östliche Pavillon erfüllt noch immer die Funktion des Zugangs zur U-Bahn.

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Der weitere Weg führt uns zu Fuß zur Secession, dem von Joseph Maria Olbrich 1898 fertiggestellten Gebäude mit der Kuppel aus vergoldetem Lorbeerlaub.
Die Secession war die “Vereinigung bildender Künstler Österreichischer Secession” und wurde 1897 unter der Führung von Gustav Klimt gegründet.
Die Secession trat gegen die historisierende Orientierung der Kunstakademie, gegen künstlerischen Qualitätsverlust aufgrund mangelnder Innovation und für die Freiheit des individuellen künstlerischen Schaffens ein (Jugendstil, Jugendstil Wien).
Das Ziel, die Kunst zu einem integrativen Bestandteil der Wohn- und Lebenskultur zu machen, führte zu einer intensiven Beschäftigung mit allen Bereichen des Kunstgewerbes (Wiener Werkstätte). Das Motto „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit.“ wurde 1908 von der Fassade über dem Haupteingang abmontiert.

Weiter zu Fuß über den Naschmarkt kommen wir zu den Jugendstilbauten Otto Wagners entlang der Linken Wienzeile.

 

Die Wienzeilenhäuser, schönste Zeugen des Wiener Jugendstil gelten in Wagners Werk als entscheidender Bruch mit dem Historismus. Statt der historistischen Ornamente ist alles betont flächig gehalten.
Das Majolikahaus in der Linken Wienzeile 40 wurde 1898 errichtet. Die Fassade ist mit glasierten Platten aus Majolika der Firma Wienerberger vertäfelt. Das Blumenornament stammt von Alois Ludwig.
Linke Wienzeile 38 ist bekannt für seine spektakuläre Ecklösung in Form eines Viertelkreises. Das Haus ist mit goldenen Ornamenten von Koloman Moser belegt. Die auf dem Dach thronende Skulptur der Ruferinnen stammt von Othmar Schimkowitz, der auch für Wagners Kirche am Steinhof und die Postsparkasse die Engelsfiguren schuf.
Köstlergasse 3 wurde 1899 errichtet. Es ist das schlichteste dieses Häuserensembles und wurde von Wagner zeitweise selbst bewohnt.

Die U4-Station Kettenbrückengasse gleich gegenüber bietet sich als Beispiel für Wagners Stadtbahnstationen an. Wir folgen zu Fuß der Gleisanlage nach Westen und gelangen nach der Überquerung auf die linke Seite nach insgesamt 300 m zum Rüdigerhof, der praktischerweise ein sensationell stimmiges Café mit einem schönen Gastgarten beherbergt. Auch ein Repräsentant des Wiener Jugendstil.

Der Rüdigerhof von Oskar Marmorek wurde 1902 errichtet. Er ist ein besonders schönes Beispiel des Wiener Jugendstils. Die Fassade des Gebäude ist durch unterschiedliche Gestaltung in drei horizontale Zonen gegliedert. Bemerkenswert ist im Erdgeschoß der wellenartige Verputz.
Das z.T. denkmalgeschützte Café bietet sich als Rastplatz an. Man sagt, hier verkehren Intellektuelle und Künstler. Es werden wohl auch einige Lebenskünstler da bei sein. Wer Lust auf den kaiserlichen Hofpavillon von Otto Wagner hat, der besteige die U4 nach Hietzing und gehe dort einige Schritte zurück zu der prächtigen Station.

 

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Der Hofpavillon von Otto Wagner war eine Haltesstelle (1899) für den Kaiser und seinen Hofstaat. Die Stadtbahn wurde im Jahr 1898 vom Kaiser persönlich eröffnet. Sie fuhr auf den Geleisen und in den Tunnels der jetzigen U6 (Gürtel) und U4 von Hütteldorf bis Heiligenstadt.
Der Kaiser benutzte die prächtig ausgestatttete Station jedoch nur zweimal. Während in Wien moderne, zukunftsweisende Stadtarchitektur entstand, wandte das Kaiserhaus diesen Entwicklungen den Rücken zu. Geradezu ein Sinnbild für die Unfähigkeit des Monarchen, auf der Höhe seiner Zeit und zukunftsfähig zu sein.

Otto Wagner entwarf sämtliche Stationen der Stadtbahn und der Vorortelinie (heute S45). Seine Trassenführung quer über das Geländerelief des Gürtels fand große Beachtung. Dabei wurden die Hügel untertunnelt oder durchschnitten, die Talsohlen überbrückt. Somit fuhr die Stadtbahn energiesparend meist ohne Steigung oder Gefälle. Die Stationen wurden sogar leicht erhöht, um sowohl das Bremsen, als auch das Losfahren zu erleichtern.

Zurück geht’s in die Stadt mit der U4, beim Karlsplatz wechseln wir in die U1 und steigen am Stephansplatz aus, gehen durch die Kärntner Straße zum Kärntner Durchgang und befinden uns vor der American Bar von Adolf Loos .
Adolf Loos entwarf die Bar 1908. Er ließ auch seine im Zuge eines Aufenthalts in den USA gemachten Erfahrungen einfließen. Bemerkenswert ist die Ökonomie des Raums. Trotz seiner Kleinheit (ca. 26m2) bietet die Bar alles. Spiegel geben dem Raum zusätzliche Tiefe. DieToiletteanlage ist über eine raumsparende Treppe im Untergeschoß zu erreichen. Loos verwendete neben Holz, Glas und Messing auch Onyx. Die Bar ist zeitlos stilvoll und nach über einhundert Jahren noch immer modern.

Die American Bar ist nicht zufällig als letzte Station dieses Tages ausgewählt. Zum Wohl!

ROUTE 2: Äußere Bezirke:

Kirche am Steinhof, Hegele-Kirche am Zentralfriedhof, Gustav Klimts Bilder im Oberen Belvedere, Nusdorfer Wehr.

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Sehr empfehlenswert ist ein Besuch der Kirche am Steinhof von Otto Wagner. Wir erreichen sie mit der Autobuslinie 48A von der Ringstraße/Bellaria aus und fahren bis zur Endstation.
Die „Otto Wagner-Kirche” wurde von 1904 – 1907 erbaut und befindet sich auf dem Steinhof-Gelände des „Sozialmedizinischen Zentrums Baumgartner Höhe“. Sie musste die besonderen Bedürfnisse der Besucher und Besucherinnen erfüllen.

Die Kirche zum „Heiligen Leopold“ entstand im Zuge der Errichtung der „Niederösterreichischen Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Nerven- und Geisteskranke Am Steinhof“. Dass es sich um eine Anstaltskirche für psychisch kranke Patienten handelt, darin bestand auch der besondere Auftrag für den Architekten Otto Wagner. Ein Arztzimmer, Toiletten und Notausgänge wurden eingeplant, die Kirchenstühle durften wegen Verletzungsgefahr keine scharfen Kanten und Ecken haben.

Wagner entwarf statt eines gewöhnlichen Weihwasserbeckens eine Variante mit herabtropfendem Weihwasser, um die Gefahr von Infektionen zu verringern. Den Boden entwarf er zum Altarraum hin abfallend, damit er besser gereinigt werden konnte. Es gab auch für männliche und weibliche Patienten separate Eingänge.

Am 8. Oktober 1907 wurde die Kirche durch Erzherzog Franz Ferdinand eröffnet. Der Erhzherzog war dem Bau allerdings nicht sehr zugetan (er hat beim Wettbewerb um den Bau des Kriegsministeriums 1908 den Entwurf von Ludwig Baumann vorgezogen) und Wagner bekam in weiterer Folge vom Kaiserhaus keine Aufträge mehr. Das Kaiserhaus stand der Moderne verschlossen gegenüber.

Nach Renovierungsarbeiten wurde die Kirche 2006 wiedereröffnet. Die Kuppel wurde mit 2 kg Blattgold neu verziert. Die goldene Kuppel erinnert aus der Ferne an eine leuchtende Zitrone und deshalb wird der Höhenzug auch Lemoniberg genannt. Das Kircheninnere ist nur im Rahmen von regelmäßig stattfindenden, öffentlichen Führungen zu besichtigen.

Die Kirche am Steinhof ist eines der bedeutendsten sakralen Bauwerke des Jugendstils und weist gestalterische Parallelen zu der vom Wagner-Schüler Max Hegele entworfenen und 1910 fertiggestellten Karl-Borromäus-Kirche am Wiener Zentralfriedhof auf. Die von Koloman Moser entworfenen Glasmosaikfenster versorgen das Kircheninnere bestmöglich mit Tageslicht.
Die vier Engelsfiguren über dem Hauptportal stammen von Othmar Schimkowitz (siehe auch Postsparkasse), die auf den beiden Glockentürmen angebrachten Bronzefiguren des heiligen Leopold und heiligen Severin von Richard Luksch.

Die bereits angesprochene Kirche am Zentralfriedhof ist ebenfalls einen Besuch wert. Wir gelangen mit der Straßenbahnlinie 71, ausgehend vom Schwarzenbergplatz dorthin.

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Zentrum des Zentralfriedhofs ist die vom Otto Wagner Schüler Max Hegele entworfene Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche. Auf Wunsch des Bürgermeisters Dr. Karl Lueger wurde diese Kirche dem heiligen Karl Borromäus geweiht.
Somit hieß die Kirche ursprünglich Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus. Von 1908 bis 1910 errichtet, zählt sie heute zu den bedeutendsten Jugendstil-Kirchenbauten und wird oft mit der Kirche am Steinhof verglichen. Unter dem Hauptaltar befindet sich die Gruft des 1910 verstorbenen Wiener Bürgermeisters Karl Lueger, welcher 1908 den Grundstein für die Kirche gelegt hatte, weshalb die Kirche auch 1910 auf Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche umbenannt wurde. Ein bedeutendes Denkmal für den Jugendstil Wien.

Die Kirche steht im Eigentum der Gemeinde Wien und gilt als Gesamtkunstwerk. Hegele entwarf auch den Haupteingang zum Zentralfriedhof („Ozean des Todes“) und die Aufbahrungshallen I und II.
Der Bau ist mit zahlreichen Symbolen der Vergänglichkeit versehen. So zeigen die Turmuhren anstatt Ziffern die Buchstaben für “TEMPUS FUGIT” , die Zeit flieht. Folgende Künstler waren u.a. an der Gestaltung der Kirche mit ihren Werken beteiligt:

Theodor Charlemont – Marmorrelief “Kaiserin Elisabeth mit ihrem Genius, der sie ins Jenseits geleitet” sowie mit Portalengel mit Kreuz und Evangelium an der Außenfassade
Leopold Forstner – Glasfenster, Mosaike der Evangelisten und die Leidenswerkzeuge
Eduard Hauser – Hochaltaraufbau
Josef Heu – Kolossalplastik Evangelist Johannes
Arthur Kaan – Kolossalplastik Evangelist Markus und Bronzeplastik Kruzifix am Hochaltar
Theodor Khuen – Relief “Tod des Heiligen Josef”
Georg Leisek – Relief “Vertreibung aus dem Paradies”
Adolf Pohl – Reliefengel an der Altarwand und plastischer Schmuck
Othmar Schimlowitz – Kolossalplastik Evangelist Lukas
Oskar Thiede – Marmorplastik “Pieta”
Carl Wollek – Portalengel mit Kelch und Dornenkrone an der Außenfassade
Hans Zatzka – “Das jüngste Gericht” und der Bilderzyklus über dem Hochaltar
Wir kehren mit der Straßenbahn zum Schwarzenbergplatz zurück und nehmen die Linie D zum Oberen Belvedere. Dort können wir in die Gemälde des Jugendstilmalers Gustav Klimt bewundern, u.a. das weltberühmte Gemälde „Der Kuss“ . er war der Maler des Jugendstil Wien.

Noch ein Juwel von Otto Wagner bietet Wien: Das Nusdorfer Wehr am Eingang des Donaukanals.
Wir gelangen dorthin mit der Straßenbahnlinie D, über den Ring bis zur Station Sickenberggasse, kurz vor der Endstation. Dort gehen wir rechts die Straße zum Donaukanal und gelangen zum Nussdorfer Wehr.

Wagner war künstlerischer Beirat und plante die architektonische Gestaltung des Wehrs mit der Schemerlbrücke und den Nebengebäuden, vor allem dem Verwaltungsgebäude mit dem charakteristischen herauskragenden Dach.
Die Löwen aus Bronze stammen von Rudolf Weyr. Sie verleihen dem Wehr die Optik eines Stadttors. Die Mauerwerke wurden 1897 fertig gestellt und im August 1898 die Montage der Stahlkonstruktion.
Seine erste Belastungsprobe bestand das Nussdorfer Wehr beim Hochwasser von 1899, als eine Überflutung der Gebiete am Donaukanal verhindert wurde.

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