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Sisi Wien: KAISERIN SISI’S SPUREN     >>

ROUTE:

Sisi Wien, Sisi Denkmal, Hofburg Sisi Museum, Augustinerkirche, Kapuzinergruft, Franz Josef I. Denkmal, Schönbrunn-Schloss, Hermesvilla, Sisi Kapelle Am Himmel, Elisabeth-Ruhe Kahlenberg, Elisabeth-Höhe Bisamberg. Bevor wir uns auf den Weg machen, hier eine kurze Biografie von Sisi (Sissi, Sissy):

Sisi Wien: Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin in Bayern (auch Lisi, Sisi und Sissi genannt); geboren am 24. Dezember 1837 in München, gestorben am 10. September 1898 in Genf war eine Prinzessin des Hauses Wittelsbach und nach ihrer Heirat mit Franz Joseph I. 1854 Kaiserin von Österreich und seit dem Ausgleich von 1867 auch Apostolische Königin von Ungarn.

Kaiserin Sisi verbrachte ihre Kindheit in München und sommers in Possenhofen am Starnberger See in Bayern. Ihre Hobbys waren zeit ihres Lebens Reiten, Zeichnen und Schreiben von Versen.

Nach der Verlobung mit Kaiser Franz Josef I. in Bad Ischl erfolgte 1854 die Hochzeit in der Wiener Augustinerkirche. Ihre dominante Schwiegermutter Sophie entzog Kaiserin Sisi die Erziehung ihrer beider Töchter, von denen eine starb. Der Sohn Kronprinz Rudolf wurde einem strengen, militärischen Drill unterzogen. Er nahm sich 1889 in Mayerling gemeinsam mit seiner Geliebten Mary Vetsera das Leben. Kaiserin Elisabeth trug fortan Schwarz. Ihrem vierten Kind, Marie Valerie konnte sie sich intensiver widmen, die Tochter begleitete sie auf ihren Reisen.

1860 begannen die gesundheitlichen Probleme der Kaiserin Sisi Wien mit der Lunge. Die Auslandsaufenthalte auf Madeira und Korfu nutzte Elisabeth, um sich von den Zwängen des Hoflebens zu befreien. Sie gewann während einer fast zweijährigen Abwesenheit – die Reisen führten sie nach Kleinasien, Nordafrika, Korfu und Großbritannien – mehr Selbstbewusstsein und mied fortan die höfische Etikette. Sie förderte die Freundschaft ihres Mannes mit der Schauspielerin Katharina Schratt. Politisch setzte sie sich erfolgreich für den Ausgleich mit Ungarn 1867 ein. Sie wurden in Budapest zum König und Königin von Ungarn gekrönt und erhielten das Schloss Gödölö südlich des Neusiedler Sees.

Am 10. September 1889 wurde Kaiserin Sisi,  Elisabeth, in Genf von einem italienischen Anarchisten ermordet und am 17.September in der Wiener Kapuzinergruft beigesetzt. Aber Sisi Wien lebt in den Herzen der Besucher weiter.

Elisabeth, Sisi Wien, war zeit ihres Lebens sehr sportlich, betrieb den Reitsport sehr intensiv. Sie nahm an vielen Fuchsjagden in England teil, unternahm Gewaltmärsche und betrieb regelmäßig Gymnastik, um ihr Körpergewicht zu regulieren. Sie hielt strenge Diät und gilt auch aus heutiger Sicht als magersüchtig.

Sie gilt als eine der schönsten Frauen ihrer Epoche und investierte viel Zeit in die Schönheitspflege, insbesondere ihr dichtes, langes Haar. Literarisches Vorbild für sie waren Heinrich Heine und Homers Ilias, insbesondere die Figur des Achill.

Die Sisi Wien-Tour:

Zahlreiche Orte in Wien zeugen von der enormen Ausstrahlungskraft der Kaiserin. Es wurden Spitäler nach ihr benannt, es gibt viele Orte, die mit ihr in Verbindung gebracht werden.

Kaiserin Sisi Denkmal Wien Volksgarten

Beginnen wir die Route Sisi Wien doch einfach mit dem Sisi-Denkmal im Wiener Volksgarten. An Kaiserin Sisi erinnert in der nördlichsten Ecke des Volksgartens eines der schönsten secessionistischen Denkmäler. Auf der Rückwand des Marmorsockels steht zu lesen: „Ihrer unvergeßlichen Kaiserin Elisabeth errichteten dieses Denkmal in unwandelbarer Liebe und Treue Österreichs Völker 1907“. Kein Attribut deutet auf eine Kaiserin hin, das aufgeschlagene Buch, der Rosenstrauch sowie zwei Hunde neben dem Sockel sollen die Monarchin nur als Privatmenschen charakterisieren.

Diesem Denkmal ging eine sechsjährige Vorgeschichte mit langwierigen Diskussionen um Standort und Typus voraus. Selbst nach zweimaligen Wettbewerben mit circa 70 Entwürfen konnte kein Sieger nominiert werden. Architekt Friedrich Ohmann entwarf 1903 außer Konkurrenz die Konzeption einer zentralen Sitzfigur in architektonischer Rahmung, die schließlich realisiert wurde. Im Komitee, das aus privater Initiative 1901 gegründet wurde, herrschte Uneinigkeit und Unentschlossenheit über den Aufstellungsplatz. Letztlich traf der Kaiser selbst die Entscheidung über den Standort.

Dieses Teilstück des Volksgartens erhielt von Ohmann eine stilistisch stark gebundene gartenarchitektonische Ausgestaltung. Er schuf die Umrahmung des Denkmals mit Marmorbecken und Springbrunnen. Die Denkmalanlage wurde am 4. Juli 1907 der Öffentlichkeit übergeben. Die 2,5 m hohe Figur der auf einer Bank sitzenden Kaiserin Sissi wurde vom Bildhauer Hans Bitterlich realisiert; das Ausmeißeln der Kaiserin in Marmor und den Plastiken an den Umschließungswänden ist Friedrich Grill zu verdanken. Nach mündlicher Überlieferung stellen zwei von den Kinderfiguren mit Wasserkrügen die Kinder der Erzherzogin Marie Valerie dar. Die Figur der Kaiserin ist auf einem niedrigen Stufenpodest aufgestellt und von einer breiten, halbrunden Wand symmetrisch flankiert. Ihre Pose ist eine sinnende, in sich gekehrte.

Der engere Denkmalbezirk mit Bänken und Brunnen sowie die Umrahmung des Teiches vor dem Denkmal und die zwei Springbrunnen sind aus dem weißgelben Kreidekalk von Trogir bei Split gefertigt. Einzelne Pfeiler und die zwei großen, von Vasen bekrönten Säulen sind aus – als „Antique verdâtre“ bezeichnetem – Marmor aus Furuli in der Provinz Fauske in Norwegen.

Nach dem Besuch des Denkmals geht es gleich weiter auf der Tour Sisi Wien in das Sisi-Museum in der Hofburg. Der Eingang befindet sich unter der Michaelerkuppel. Dot sieht man die Gemächer und zahlreiche Exponate aus ihrem Leben. Der Besuch ist empfehlenswert.

Auf dem Michaelerplatz biegen wir auf der Tour Sisi Wien in die Herrengasse ein und gehen durch die Stallburg mit ihrer Spanischen Hofreitschule. Dort übte sich Sissi oft im Dressurreiten. Wir gelangen auf den Josefsplatz mit der Augustinerkirche. Hier haben Sisi und Franz Josef 1854 geheiratet, Die Augustinerkirche hat eine besondere Bewandnis in Bezug auf die Habsburger. Bereits Maria Theresia hat hier geheiratet.

Der Geschichte nach wurde 1327 dem Augustinerorden eine Kirche mit Kloster gestiftet. Stifter war der Habsburger Herzog Friedrich der Schöne. Die gotische Kirche wurde anschließend in den Gebäudekomplex der Hofburg des Albertinatraktes eingegliedert. Ab 1634 wurde die Augustinerkirche zur kaiserlichen Hofpfarrkirche. Hier wurden fortan die Habsburger getraut.

Der Innenraum ist dreischiffig. An das Hauptschiff angeschlossen befindet sich ein Hochchor mit einer Länge von 40 m und einer Höhe von 24 m. Besonderen Stellenwert hat die Loretokapelle. In ihr befindet sich die Herzgruft. Hier werden die Herzen von 54 Habsburgern in Urnen aufbewahrt.

Die Kapuzinergruft

Wir reissen uns von der Herzgruft los, um auf der Tour Sisi Wiien zur Kapuzinergruft am Neuen Markt zu gelangen. Wir folgen der Herrengasse und wenden uns auf dem Albertinaplatz halblinks zum Café Tirolerhof und dann noch einmal links. Die Kapuzinergruft ist die Begräbnisstätte der Habsburger und Habsburg-Lothringer in Wien. Sie wird auch Kaisergruft genannt. Der Eingang zur Gruft befindet sich vor dem Donnerbrunnen am Neuen Markt, die Gruft selbst liegt unter der Kapuzinerkirche und wird vom Orden der Kapuzinern betreut. 1618 verfügte Kaiserin Anna in ihrem Testament die Gründung der Gruft. Ihre Gebeine wurden erst 1633 in die Gruft überführt, gleichzeitig mit den sterblichen Überresten ihres Gemahls Kaiser Matthias.

Die jüngste Bestattung war die von Karl-Ludwig Habsburg-Lothringen, dem Sohn von Karl I. am 12. Jänner 2008. Die Gruft musste wegen großen Andrangs mehrmals erweitert werden. Inzwischen beherbergt die Kaisergruft 12 Kaiser, 19 Kaiserinnen (darunter Sisi) und viele weitere Mitglieder der Familie Habsburg bzw. Habsburg-Lothringen, insgesamt 138 Personen. Auch 4 Herzurnen befinden sich hier. Denn zur Begräbniszeremonie der Habsburger gehörte es, Körper, Eingeweide und Herz getrennt zu bestatten. Das Herz wird in der Herzgruft in der Augustinerkirche und die Eingeweide in den Katakomben des Stephansdoms bestattet.

Kaiserin Sisi Ehemann Kaiser Franz Josef

Nächste Station auf der Tour Sisi Wien ist der Burggarten hinter der Albertina. Dort steht das Denkmal des Kaiser Franz Josef I. Die Körpersprache drückt Resignation aus. Sein Blick richtet sich auf einen Blauglockenbaum (leider wurde er gefällt), seine Lieblingsbaumart. Der Kaiser hatte Kaiserin Sisi sehr geschätzt und bis zuletzt verehrt, von Leidenschaft war ihre Beziehung aber nicht geprägt. Sisis Einsamkeit hatte viel mit dem starren Korsett habsburgischer, höfischer Etikette zu tun. Diesen Zwängen konnte sich der Kaiser nicht entziehen und ließ seine Gemahlin damit allein. Franz Josef erlebte sein Leben als eine Serie von Niederlagen. Der Tod seiner Tochter, des Tronfolgers Rudolf, seiner Frau, der Mord in Sarajwo und das Zusammenbrechen der Monarchie. „Mir bleibt nichts erspart“ soll der oberste Diener des Staates gesagt haben.

Nächste Station auf der Tour Sisi Wien: Schloss Schönbrunn, einem der Hauptschauplätze in Sisis Leben. Kaiserin Maria Theresia baute das ursprünglich vorhandene Schloss um und machte es zum kaiserlichen Sommersitz. Architekt: Nikolaus von Pacassi. Die Fassade ist seit Joseph II. in Schönbrunnergelb gehalten. 1747 wurde das Schlosstheater eröffnet wurde, wo auch Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart auftraten. 1805 und 1809 hielt sich Napoleon im Schönbrunner Schloss auf. 1830 wurde hier der nachmalige Kaiser Franz Joseph geboren, Er starb 1916 im selben Gebäude. 1918 unterzeichnete hier Kaiser Karl I. den Thronverzicht.

Schlosspark: Großes Parterre mit Blick auf Gloriette. Neptunbrunnen, Römische Ruine, Labyrinth, Taubenhaus, Palmenhaus, Tiergarten. 1996 wurde das Schloss Schönbrunn von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt .

Weiter wollen wir zur Hermesvilla im Lainzer Tiergarten. Dazu nehmen wir die U4 bis Hietzing, dann die Straßenbahn 60 bis zur Hermesstraße und mit dem Autobus 60B zum Lainzer Tor.

Der Lainzer Tiergarten war einst kaiserliches Jagdgebiet und ist von einer Mauer umgeben. Der Spaziergang zur Hermesvilla dauert gut 30 Minuten und bietet eine herrliche Landschaft. Somit sorgt die Verfolgung von Sisis Spuren auch für Bewegung. Fußmärsche waren für Sisi zum Schrecken ihrer Hofdamen ein Vergnügen und dauerten manchmal bis zu 8 Stunden.

Die Hermesvilla ist ein kleines, für Kaiserin Sisi erbautes Schloß im Lainzer Tiergarten und verdankt ihren Namen einer Hermesstatue aus weißem Marmor, die sich im Garten befindet.

Ursprünglich hieß der Projektname „Villa Waldruh“. Kaiser Franz Joseph I. ließ die Anlage 1882-1886 nach den Plänen des Architekten Karl Freiherr von Hasenauer für seine Frau Kaiserin Elisabeth, Sisi, errichten. Noch vor der Fertigstellung entschied man sich für den Namen „Villa Hermes“. Sisi beauftragte den Berliner Bildhauer Ernst Herter mit der Gestaltung der Skulptur „Hermes der Wächter“. Sie wurde im Garten aufgestellt. Das Kaiserpaar hielt sich regelmäßig für einige Zeit im späten Frühjahr hier auf. Im Inneren is die Villa mit Gemälden von Hans Makart, Gustav Klimt und Viktor Tilgner dekoriert.

Seitlich hinter dem Schlösschen steht die Skulptur „Elisabeth“ von Ulrike Truger. Mit dieser Statue thematisiert die Künstlerin das Spannungsfeld von „Zwang – Flucht – Freiheit“, dem die Kaiserin ausgesetzt war und schuf damit ein Gegenbild zum gängigen Sisi-Klischee. Die drei Seiten der Skulptur stehen für die Ambivalenz der Persönlichkeit Sisis, der Fächer für den Zwang, der Mantel für die Flucht und der Flügel für die Freiheit. Von derselben Bildhauerin stammt auch die Skulptur „Omofuma“ beim Museumsquartier/Mariahilfer Straße.

Wir haben Kaiserin Sisi ’s Spuren auf der Tour Sisi Wien in der inneren Stadt verfolgt und können uns hier in der freien Natur sehr gut vorstellen, wie sehr Sisi diese Freiheit genoss, im Gegensatz zu den Zwängen bei Hof. Unser weiterer Weg führt uns noch an zwei besonders schöne Stellen im Wienerwald, die mit Sisi eng in Verbindung stehen. Wer jetzt noch Lust und Zeit hat, fährt zur Kaiserin Sisi Kapelle am „Himmel“ (wohl die schönste Adresse in Wien). Mit der U4 nach Heiligenstadt und dann mit dem Bus 38 A zum Cobenzl.

Der Ausflug nimmt mindestens einen halben Tag in Anspruch.Vom Cobenzl aus gehen wir auf der Tour Sisi Wien in südwestlicher Richtung zur Sisi-Kapelle. Anlässlich der Vermählung des Kaiserpaares Elisabeth und Franz Joseph I. am 24. April 1854 in der Wiener Augustinerkirche beauftragte Johann Carl Freiherr von Sothen den Architekten Johann A. Garben mit der Planung der Sisi-Kapelle am Himmel. „Am Himmel“ ist die Bezeichnung für diesen Teil des Wienerwaldes. Der Bau hatte neben dem Gedächtnis eines historischen Ereignisses auch die konkrete Bestimmung, als zukünftige Grabstelle für den Auftraggeber und dessen Gemahlin Franziska zu dienen. Nach den Plänen Garbens wurde die Kapelle in den Jahren 1854-1856 durch den Stadtbaumeister Josef Kastan gebaut und am 31. Juli 1856 geweiht. Die Kapelle galt, so wie das gesamte Areal „Am Himmel“, als beliebtes Ausflugsziel der Wiener und als architektonische Sensation und war umgeben von einer wunderschönen englischen Gartenlandschaft. Diese wurde vom früheren Schönbrunner Gärtner Wenzel Buseck angelegt.

Im Jahre 1881 wurde Freiherr von Sothen nach seinem gewaltsamen Tod in der Gruft der Sisi-Kapelle beigesetzt. Auch seine Frau Franziska von Sothen fand an diesem ruhigen Ort im Wienerwald ihre letzte Ruhe. Ab dem Jahre 1911 betreute das Nonnenkloster „Zum Armen Kinde Jesu“, welchem der Besitz Am Himmel vermacht wurde, auch die Sisi-Kapelle. 1927 wurde das Gebäude renoviert. 25 mächtige Eichen, die die Kapellenlichtung umgaben, wurden abgeholzt um dadurch den Blick auf das historische Bauwerk wieder zu öffnen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kaiserin Sisi-Kapelle stark beschädigt und danach dem Verfall preisgegeben. Die Sisi-Kapelle wurde 2002 restauriert und 2005 wiedereröffnet.

„Am Himmel“ ist wohl die schönste Adresse in Wien. Und von keinem anderen Ort aus kann man die Stadt von oben in so kurzer Entfernung betrachten. Sigmund Freud hat am Himmel seine Spaziergänge gemacht und viele seiner Ideen hier entwickelt. Davon kundet auch eine Inschrift auf einem Gedenkstein auf dem Bellevue, am oberen Ende der Himmelstraße: „Hier enthüllte sich am 24. Juli 1895 dem Dr. Sigm. Freud das Geheimnis des Traumes“.

Ausgehend vom Cobenzl kann man wunderbare Wanderungen durch den Wienerwald unternehmen, auch zum Hermannskogel und anschließend über das Häuserl am Stoan nach Neustift zum Heurigen. Mit dem Autobus 35A geht’s dann sicher zurück in die Stadt.

Die Elisabeth-Ruhe auf dem Kahlenberg unweit der Kirche vor der Aussichtsterrasse. Es ist ein Denkmal von Oskar Felgel. Und nicht zuletzt die Elisabeth-Höhe. Sie befindet sich auf dem schönen Bisamberg , einem Juwel für Pflanzenexperten und Liebhaber der pannonischen und pontischen Flora. Dieser Ausflug benötigt einen Tag.

Wir gelangen auf der Tour Sisi Wien zum Bisamberg per U4 Schottenring, Straßenbahn 31 nach Stammersdorf. Dort führt der Weg durch das Dorf und durch die Kellergassen mit ihren beeindruckenden Lößschluchten hinauf zu den weinbewachsenen Hängen des Bisambergs.

Die Elisabeth-Höhe auf dem Bisamberg ist nach der Elisabeth-Säule benannt. Errichtet 1899 von einem Korneuburger Frauenkomitee im Gedenken an die 1898 in Genf ermordete Kaiserin Elisabeth. 1945 wurde diese Säule im Zuge von Kampfhandlungen zerstört. Auf dem Bisamberg hatte die Deutsche Wehrmacht Fliegerabwehr-Stellungen, wie auch auf anderen Hügeln des Wienerwaldes. Es wurden zu diesen militärischen Diensten auch Schüler gezwungen.

1963 wurde die Säule wieder in Stand gesetzt. Nach Überlieferung soll die Kaiserin Sisi anlässlich eines Spazierganges auf dem Bisamberg an dieser Stelle von der Aussicht entzückt gewesen sein. Die Aussicht ist heute von Büschen zugewachsen, sodass sich die Entzückung bei Zeitgenossen alleine der Vorstellungskraft bedienen muss. Jedenfalls muss es ein Blick in das Donautal und auf den gegenüberliegenden Leopoldsberg sein. Flussaufwärts sieht man auch heute bis nach Klosterneuburg und seinem großartigen Stift. Insgesamt rundet die Sisi-Säule einen gemütlichen Spaziergang auf der Tour Sisi Wien auf dem Bisamberg ab. Sie ist auch eine Station des Bisamberg Kulturwanderweges.

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