Franz Joseph I.     >>

Franz Joseph
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Kaiser Franz Joseph I., 1830-1916 aus dem Haus Habsburg-Lothringen, war 1848-1916 Kaiser von Österreich sowie Apostolischer König von Ungarn 1867-1916.

Nach der blutigen Niederschlagung der bürgerlichen Revolution von 1848 stützte er sich auf das Militär und die römisch-katholische Kirche. Er überlebte 1853 ein Attentat, als Dank wurde auf die Initiative seines Bruders Maximilian, späterer Kaiser von Mexiko, mit Spenden aus der ganzen Monarchie die Votivkirche nach den Plänen des jungen Architekten von Ferstel errichtet.

Biographie Franz Joseph I.
1854 heiratet er Sisi, Elisabeth aus Bayern. Nach Ausgleich mit Ungarn1867 zum König von Ungarn gekrönt. Schwere persönliche Niederlagen: Sohn Kronprinz Rudolf begeht Selbstmord (Mayerling), der nächste Thronfolger, Erzherzog Ferdinand wurde 1914 in Sarajewo erschossen, sein Bruder Max in Mexiko (1867), Elisabeth fiel einem Attentat in Genf zum Opfer.

Franz Joseph hielt als Symbolfigur mit Starrsinn und soldatischem Pflichtgefühl die Monarchie zusammen, sein Reformunwillen beförderte aber nur die zentrifugalen, nationalistischen Kräfte in den Kronländern. 84-jährig unterschrieb er 1914 das Ultimatum an Serbien, beeinflusst durch langjährige Kriegshetzer, u.a. Conrad v. Hötzendorf (siehe Friedhof Hietzing). Den Untergang der Monarchie nach einem mörderischen Weltkrieg mit 17 Mio. Toten erlebte er nicht mehr. Sein Sohn Karl bestieg 1916 den Thron als letzter österreichischer Kaiser. Franz Josephs Verantwortung für den blutigen Untergang der Monarchie ist historisch noch nicht aufgearbeitet. Nostalgische Verehrung und historischer Kitsch überlagern noch immer die destruktiven Fakten seiner Regentschaft, u.a. die Förderung des dekadenten Adels und des ineffizienten Miltärs auf Kosten der Industrie und des Bürgertums.

Das Denkmal steht im Burggarten. Diese wunderschöne öffentliche Park wird umrahmt von der Ringstraße, der Neuen Hofburg, dem Palmenhaus und der Albertina. Die dargestellte Figur schaut in Richtung eines Blauglockenbaums. Der Lieblingsbaum des Kaisers wurde in vielen Städten und Orten der Donaumonarchie zu seinen Ehren und in seinem Angedenken gepflanzt.

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