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Üzeyir Hajibeyov     >>

Hajibeyov
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Üzeyir Hajibeyov (1885-1948) war aserbaidschanischer und sowjetischer Komponist, Dirigent, Wissenschafter, Publizist, Stückeschreiber, Lehrer, Übersetzer und Politiker. Er gilt als Vater der klassischen Musik Aserbaidschans und Schöpfer der orientalischen Oper bzw. Operette. Baku war ein Zentrum des Ölreichtums.

Biographie
H. wurde in Susha in einer Madrasse (Koranschule) erzogen und lernte Arabisch und Persisch.
Nach einem Pädagogikstudium und musikalischer Ausbildung (Violine, Cello, Posaune) unterrichtete er in Baku Geographie, Geschichte, Mathematik, Russisch und Musik. Er verfasste ein russisch-türkisches Wörterbuch für Fachbegriffe aus den Bereichen, Politik, Recht, Wirtschaft und Militär.
H. verband in der Musik die Tradition mit der Moderne. Er setzte sich für die Verwendung traditioneller aserbaidschanischer Musikinstrumente auch in westlichen Orchestern ein und trug so zu ihrem Fortbestand bei.

1908 schrieb er mit „Leyli und Majnun“, die erste von insgesamt 7 Opern und 3 Musikkomödien. H. war Mitbegründer des Staatschors in der aserbaidschanischen Philharmonie. H. setzte sich stark für die Rechte der Frauen ein. In seinen Werken thematisierte er unter anderem Zwangsheirat und das Tragen des Schleiers, oft in satirischer Form.

1927 veröffentlichte H. eine Dokumentation des aserbaidschanischen Volksliedguts. Sein Buch über die Grundlagen der aserbaidschanischen Volksmusik wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Hajibeyov und die Politik
Hajibeyov erhielt zu Sowjetzeiten zahlreiche Preise und Ehrungen. Er unterrichtete auf der Musikakademie von Baku und war aktives Mitglied der Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans. Zweimal war er Abgeordneter im Obersten Sowjet.

Sightseeing Donaupark
Das Denkmal des Mehrfachbegabten steht im Donaupark, welcher vom Donauturm überragt wird. In diesem Park stehen auch die Denkmäler lateinamerikanischer Politiker: Simon Bolivar, José Martí, Salvador Allende, Che Guevara.

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